hattitude - summer edition.
FASHION

5 QUESTIONS FOR HATTITUDE

Of dreams, milliner qualities and favourite books. Christina Lichy, the girl behind Hattitude, can be found at Schnittbogen, was born in Denmark and loves colours. She moved to Vienna in 2011 and lives here since. She creates hats, that are supposed to endow the wearer with self-confidence.

What does your label stand for?

Hattitude stands for courage and self-confidence, that you can put on whenever you need it, without thinking about what others will say. But also for quality and love to the craftsmanship.

The profession of a milliner is in risk of extinction – why did you decide to do it anyways?

As a child I always wore hats. As a teenager I came back from holidays with a new hat or with a new hat box every time. When I had a week of hat making at the tailoring school – I knew what I wanted. After some detours it worked out – I am a milliner.

How would you motivate upcoming/independent designers to take up this profession?

It isn’t easy to be a modiste! You need two things for sure: Firstly, you need to be in it wholeheartedly. If you are not – don’t do it. Also, you need supportive parents and friends. Often I heard the advice to get “a real job” and “a proper education”. Without the support from home and from my friends I couldn’t have made it.

How does a normal day in your life look like?

I get up, run, shower, eat breakfast. After that I either make hats; sometimes I do bookkeeping and write invoices. I collect inspiration, look for materials. I set customer appointments. I also have a part-time job and for that reason there are hat-free days. In the evenings I like watching a movie, but always having work in my hands – knitting, crocheting etc. I never stop. I often have new ideas before going to bed!

Your favourite fashion book?

Difficult question!! I have some hat books, that stand high up on my list! But THE BOOK for me is ‘Fashion Illustration 1930-1970, Harper’s BAZAAR”. No photographs, just drawings and sketches. Beautiful and very inspiring, and you can see the changes in style over time – in fashion, in art and how the things were presented, also how the body image changed.

What’s your biggest dream?

I want to have my own shop.


Von Träumen, Modisteneigenschafen und Lieblingsbüchern. Christina, vorzufinden im Schnittbogen, stammt aus Dänemark und liebt Farben. Seit 2011 ist sie permanent in Wien ansässig und kreiert Hüte, welche Selbstbewusstsein schenken sollen.

Wofür steht Dein Labelname?

Hattitude steht für Mut und Selbstbewusstsein, die du aufsetzen kannst wann immer du Lust hast, ohne daran zu denken was andere sagen. Aber auch für Qualität und Liebe zum Handwerk.

Der Beruf der Modistin ist am Aussterben – was hat Dich dazu bewegt diesen trotzdem zu ergreifen?

Als Kind habe ich immer Hüte getragen. Als Teenager bin ich immer aus dem Urlaub mit Hüten oder Hutschachteln zurück gekommen. Als ich auf der Schneiderschule dann eine Woche hatte, wo nur Hüte gemacht wurden, habe ich gewusst, was ich will. Nach ein paar Umwegen hats dann auch geklappt.

Wie würdest du angehende Jungdesigner/Independent Designer motivieren in diesem Beruf zu arbeiten?

Es ist nicht einfach, als Modistin zu arbeiten! Und 2 Dinge braucht man auf alle Fälle: das Herz! Wenn man es nicht aus ganzem Herzen will, soll man es lassen! Und man braucht Unterstützung von Familie und Freunden. Ich habe so oft hören müssen “solltest du nicht eine richtige Ausbildung machen?” und “aber wovon willst du dann leben?”. Ohne “Rückendeckung” von daheim hätte ich es sicher nicht zur Modistin geschafft.

Wie sieht ein normaler Tag in deinem Leben aus?

Aufstehen, laufen gehen, duschen, frühstücken. Und dann entweder Werkstatt, Hüte machen, kreativ sein, hin und wieder Buchhaltung machen und Rechnungen schreiben. Inspiration sammeln, Material suchen. Kundentermine werden dazwischen gefügt. Und sonst ab in die Arbeit. Ich arbeite noch Teilzeit und deswegen gibt es leider hutfreie Tage. Am Abend schaue ich gerne Filme, aber immer mit meiner Arbeit in der Hand – stricken, häkeln o.ä. Ganz frei habe ich nie. Da rattert es auch oft vor dem Schlafengehen, weil plötzlich eine Idee kommt.

Dein Lieblingsmodebuch?

Schwierige Frage!!! Ich habe einige Hutbücher, die natürlich ganz oben auf der Liste stehen. Aber DAS BUCH muss “Fashion Illustration 1930-1970, Harper’s BAZAAR” sein. Keine Fotos, alles Skizzen und Zeichnungen usw. Wunderschön und sehr inspirierend, und man kann da wirklich die stilmässigen Änderung verfolgen, nicht nur modemässig, aber auch in der Art zu malen, wie die Sachen präsentiert wurden, der Körperidealismus usw.

Was für einen Traum willst Du dir unbedingt erfüllen?

Ich würde gerne mein eigenes Geschäft haben.

Photos/Fotos: wingsaregolden.com
Make Up & Hair: Janin Figuli-Matyus
Hats/Hüte: Hattitude by Christina Lichy

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